SS20 Menswear Trends


Der Trend Guide

Die Temperaturen klettern langsam nach oben und das bedeutet vor allem eines: Eine frische Dosis Sommerstyle für Ihre Garderobe. Lesen Sie also weiter und erkunden Sie unseren Trend Guide mit den heißesten Neuheiten für die Saison.

Die Layering-Optionen und unterschiedlichen Stoffe, in die wir uns im Winter hüllen können, sind gut und schön – aber machen wir uns nichts vor, der Sommer hat wesentlich mehr Spaß zu bieten. Erstens einmal wenden wir uns von einer Palette gedeckter Erdtöne hin zu einer visuellen Sinfonie aus Farben, Mustern und Strukturen. Dann ist da die Sommersilhouette, frei von den Fesseln winterlicher Formalität und in dieser Saison nonchalant weit, übergroß geschnitten und unbeschwert. Nehmen Sie deshalb unseren Trend Guide als symbolischen Sonnenschutz, der Sie vor dubiosen Kleidungsentscheidungen bewahrt und Ihnen glorreiche Momente in der Sonne beschert. 

Von Ryan Thompson

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80s Blazer
Seit das georgische Enfant Terrible der Mode, Demna Gvasalia, bei der FS18-Show von Balenciaga die Dadcore-Bombe gezündet hat, geht es in der Mode wieder kastig und blusig zu – ganz anders als die betont taillierten Styles der Nullerjahre. Der ziemlich plumpe Dadcore-Trend ist inzwischen in einem wesentlich eleganteren 80er-Jahre-Motiv aufgegangen, da die Designer dieser Saison die Blazersilhouetten und weit fließenden Hosen jener Dekade für sich entdeckt haben. Stark strukturierte Schultern in Oversize-Passformen sind die Styles der Zukunft, wenn man den Runways von Dior, Louis Vuitton und Paul Smith glauben darf (und das tun wir auf jeden Fall). Die Farben sind überwiegend pastellig. Blasses Rosa, Flieder und Grün erinnern an schwüle Nächte in Miami. Die besten davon kommen von Armani und Hugo Boss. Besonders auffallend war der doppelreihige Blazer, der mehr Volumen bietet als sein einreihiger Cousin, vor allem, wenn er aufgeknöpft getragen wird. Wir schlagen zu diesem Blazer eine weit geschnittene Hose von Joop! oder Brooks Brothers vor – dazu jedoch weder Hemd noch Krawatte. Dieser Trend ist lässig und entspannt. 
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Summer Parka
Ein Parka? Im Sommer? Ja, lesen Sie weiter! Der ursprüngliche Parka, also das Modell der US Army aus Ripstop-Baumwolle, das in den 60ern von der englischen Mod-Kultur übernommen wurde, war meist eher dem Winter vorbehalten, doch nun haben wir die Vespa-Treffen am Strand von Brighton längst hinter uns gelassen. Der Parka hat sich zu einem leichten, aus technischem Gewebe gefertigten Favoriten der Übergangsbekleidung gemausert und ist nun mit seiner neuen Länge eine elegante und dennoch mühelos tragbare Lage für den Sommer. Für diese Saison präsentierte sich der Parka bei Joseph, Givenchy und Palm Angels in schlichten Nude-Tönen oder – bei Marken wie Louis Vuitton und E. Tautz – in pastelligen Sommerfarben. Doch es waren vor allem die tintenschwarzen Versionen von Valentino, Bottega Veneta und Givenchy, die uns als coole urbane Gegenspieler zu Leuchtfarben begeisterten. Ganz egal, welche Töne Sie bevorzugen, in dieser Saison kommt es auf Volumen und Gewicht des Parkas an (viel des ersteren und fast nichts des letzteren). Halten Sie sich also an Marken wie Calvin Klein und Scotch & Soda, die attraktive Beispiele im Angebot haben. 
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Botanical Jungle
Auch in der Modebranche dreht sich alles um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Kein Wunder also, dass Designer wie Dolce & Gabbana, Valentino, Jacquemus und Dsquared2 in dieser Saison einen noch grüneren Daumen zeigen und den floralen Trend, der uns schon einige Jahre begleitet, weiterentwickelt haben. Die dunklen, atmosphärischen Blumenmuster früherer Kollektionen weichen peppigeren tropischen Blüten mit der Farbe Grün als unverkennbarem roten Faden. Wenn Sie auf einen durchschlagenden Auftritt aus sind, empfehlen wir Ihnen die Hemden mit Dschungelprints von Diesel und Guess. Wenn es etwas unaufdringlicher sein soll, halten Sie sich an die weicheren Khakitöne von Seidensticker und Marc´O ´Polo in einer Fülle leichter Funktionsmaterialien und seidiger Baumwolle. Hier kommt auch der Utility-Style zum Tragen (wir denken da an die Cargohosen aus Performance-Gewebe und die Westen mit jeder Menge Taschen von Fendi). So erhält der Look eine urbane Note, aber nach wie vor mit tropischem Einschlag statt Großstadtdschungel. 
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Modern Marine
Herrenmode hat dem Militär, und vor allem der Marine, viel zu verdanken. Die kleidungstechnischen Bedürfnisse von Seeleuten spiegelten sich schon immer in der Mainstream-Mode wider, von wasserfest gewachster Baumwolle und Troyern bis hin zum Bretonenshirt und der klassischen Cabanjacke. Diesen Sommer sollte daher unbedingt auch der maritime Look in Ihrem Schrank anlanden – wunderschön neu interpretiert von Marken wie Chalayan, Lanvin und Hermès, wo klassische Bretonenstreifen in allen möglichen Breiten und Richtungen Wellen schlagen. Das Tolle an nautischen Anklängen, abgesehen von überaus tragbaren Farben wie Ozeanblau, Marineblau, Weiß und Grün, ist ihre Vielseitigkeit – vom schicken Yachtclub bis hin zum rauen Seebären. Streifen sind natürlich das Nonplusultra. Deshalb sollten Sie Marken wie Tommy Hilfiger und Timberland auf dem Schirm haben. Kombinieren Sie dazu noch Strukturen, zum Beispiel den leichten Schlabberstrick von Lacoste. Als Accessoires bieten sich Sandalen und Bootsschuhe an. Halten Sie aber auch Ausschau nach Taschen mit Seilhenkeln und Segelkappen, um den Trend stilecht abzurunden. 

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